[Singapur: Bevölkerung]
Die Bevölkerung Singapurs liegt bei etwas über 4 Millionen. Die Einwohner haben im Wesentlichen folgende Herkunft:
77% Chinesen
14% Malayen
8% Inder
Aufgrund der Rassenunruhen in den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts wird ein großes Augenmerk auf die Gleichbehandlung aller Gruppen und das harmonische Miteinander gelegt. Hier greift der Staat regulierend ein, so gibt es z.B. im staatlich gesteuerten Wohnungsbau (s.o.) feste ethnische Quoten. Von einer Wohneinheit dürfen nur bestimmte Prozentsätze an bestimmte ethnische Gruppen verkauft werden. Damit ist die gleichmäßige Verteilung gewährleistet und es wird einer Konzentrierung einzelner ethnischer Gruppen auf bestimmte Wohngebiete vorgebeugt.
Nichts desto trotz dominieren die chinesisch sprechenden Einwohner aufgrund ihrer schieren Anzahl das gesellschaftliche Leben. Hochchinesisch ist im allgemeinen Geschäftsverkehr zweite Amtssprache neben englisch. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Wer nicht hochchinesisch spricht, hat Probleme, z.B. an bestimmte Jobs zu kommen.
Singapur ist nach wie vor ein Einwanderungsland und wirkt aufgrund seines Wohlstandes und seiner Dynamik natürlich wie ein Magnet auf die Immigranten aus den meist ärmeren Ländern. Aufgrund der strengen Vorschriften und der staatlichen Lenkung bilden sich hier jedoch keine Slums oder Ghettos.
Trotz der de facto stark konfuzianisch - und damit patriarchalisch - geprägten Gesellschaft sind die Frauen emanzipiert und unabhängig im Wirtschaftsleben. In der Familie sind aber oftmals die traditionellen Beschränkungen stärker. Ehen außerhalb der eigenen ethnischen Gruppe sind eher selten, auch kommt es immer noch zu arrangierten Ehen.
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