[Thailand: Essen]
Die Einflüsse auf die thailändische Küche sind vielfach: Ursprünglich auf Wassertiere und –pflanzen konzentriert, nahm die Thai-Küche im Laufe der Jahrhunderte Einflüsse aus China, Japan und Indien auf. Aber auch Missionare und Händler aus Europa (speziell portugiesische, niederländische und französische) brachten vielfältige Impulse ein.
Sie alle haben sich zusammengefügt zu einem neuen harmonischen Ganzen. In Thailand kann man von sehr scharf (!) bis mild alle Variationen von Speisen bekommen. Zu beachten ist hier, dass die Gerichte, die als scharf ausgewisen werden für den westlichen Gaumen eher SUPERSCHARF sind. Die Thais gehen in der Geschmacksskala von einem gwesentlich höheren Niveau aus.
Fisch und Meeresfrüchte sind durch die Lage am Meer in vielen Regionen ein wesentlicher Bestandteil der lokalen Küche.
Typische thailändische Beilagen, die man zu vielen Gerichten bekommt:
- Reis:
Grundnahrungsmittel in Thailand, fast unverzichtbar. Am bekanntesten ist der Jasminreis, der auch als Duftreis bekannt ist. Er wird hauptsächlich im Süden und der Zentralregion serviert. Im Norden und Nordosten finden wir eher den so genannten Klebreis. Dieser wird nicht in Wasser gekocht sondern über einem Wassertopf gedünstet. Reissuppe (Kao Tom) wird bereits zum Frühstück gegessen.
- Nudeln:
Kuai Tiau (Reisnudeln) werden in verschiedenster Ausführung gereicht, meistens finden wir sie als Suppennudeln oder gebratene Nudeln (Phat Thai).
Bami (Weizennudeln). Sie haben eine gelbliche Färbung, was von den zugefügten Eiern herrührt.
Khanom Dschiin (Reisnudeln)) werden hauptsächlich in Süd-Thailand serviert. Sie werden oftmals mit einer scharfen Currysauce gereicht.
Wun Sen (Glasnudeln aus Mungbohnen-Mehl). Sie werden gerne als Suppeneinlage bzw. als Salat gereicht
Typische thailändische Gewürzpflanzen / Kräuter:
- Chillischoten
- Ingwer
- Galangawurzel
- Chinesischer Ingwer
- Zitronengras
- Knoblauch
- Koriander
- Basilikum
- Tamarinde
- Kokosmilch
Typische thailändische Gewürze:
Fischsauce: Beim Kochen gilt sie als Salzersatz und wird uns damit in praktisch jedem Essen begegnen. Sie wird hergestellt aus Sardellen, Wasser und Salz.
Curry: Zwar kennt man das Curry-Pulver in Thailand, es gibt jedoch nur wenige Gerichte, in denen es Verwendung findet. Nichtsdestotrotz ist jedoch die Thai-Küche für ihre Gaeng-Gerichte bekannt, die am ehesten mit den indischen Currys verglichen werden können, obwohl sie viel mehr Flüssigkeit enthalten: Wir würden sie als Eintöpfe bzw. Suppen bezeichnen. Sie basieren auf Curry-Pasten, die aus Wurzeln, Blättern und Chillischoten hergestellt und wiederum mit Garnelenpaste vermischt werden.
Bekannte und beliebte thailändische Gerichte:
Som Tam: Es wird speziell in Nordosten gerne gegessen: es ist ein Mischgemüse aus klein gehackten grünen Papayas, Zwiebeln, Tomaten, Limone, Lang-Bohnen, gerösteten Erdnüssen, Palmzucker und Chillischoten. Vorsicht: Oftmals sehr scharf!
Tom Yam Gung: es handelt sich hierbei um eine scharfe und saure Suppe, die traditionell mit Reis, Pilzen und Fleisch- bzw. Fischeinlagen serviert wird. Sie wird gewürzt mit Schalotten, Zitronengras, Limonensaft und frischen Chillies. Wichtig hierbei: Das Zitronengras wird nicht mitgegessen, sie dienen nur als Gewürz.
Zum Nachtisch werden vielerorts Früchte gereicht: Papayas, Mangos, Ananas etc. Diese werden entweder frisch serviert oder als süßer Reis mit Fruchtbeilage.
Reis wird gewöhnlich im Reiskocher (sehr zu empfehlen und auch bei uns erhältlich) gekocht und warmgehalten. Die Mahlzeit selbst wird im Wok zubereitet, einer flachen Pfanne, die auf offenem Feuer betrieben wird.
Das klassische thailändische Menue besteht aus einer Suppe, entweder einem Curry Gericht oder aber einem scharfen Salat mit eine Dip-Sauce zum Fleisch / Fisch / Gemüse. Es werden die einzelnen Gänge nicht nacheinander, wie bei uns, serviert, sondern alles zeitgleich. Scharfe und milde Eindrücke können sich so gegenseitig verstärken bzw. abschwächen. Oftmals bekommt man auch Rohkost serviert, die man mit den Dip-Saucen schön verfeinern kann.
Beim Kochen wird meistens als Basis eine Paste aus Knoblauch, roten und grünen Chillies und Kräutern verwendet, die im Wok mit Öl zerlassen wird. Die restlichen Zutaten werden dann nach und nach hinzugegeben, gedünstet / angebraten, wieder aus dem Wok herausgenommen und zum Schluss wieder zusammenfegügt.
Warnung: Nicht abgekochtes Wasser sollte der Tourist in Thailand nicht trinken! Vorher bitte versichern, woher es stammt! Auf dem Lande wird es nach alter Tradition noch aus großen Tongefäßen geschöpft, die vom Tankwagen befüllt werden. Im Zweifelsfall einen Tee o.ä. bestellen!
Wer nicht ins Restaurant gehen möchte findet überall kleine Garküchen oder Straßenstände. Es wird die gesamte Bandbreite an Gerichten geboten, aber auch hier sollte man als westlicher Tourist etwas auf Hygiene gedacht sein. Speziell Fleisch sollte durchgebraten sein. In den größeren Städten kann man auch in Kaufhäusern günstig und gut essen.
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