Donnerstag, 25. Januar 2007

Thailand Religion

[Thailand Religion]

Thailand ist ein im Wesentlichen buddhistisches Land. Die thailändische Theravâda-Variante davon ist praktisch (jedoch nicht nach dem Gesetz) Staatsreligion. Über 94% der Bevölkerung sind buddhistisch, die übrigen Religionen sind geschützt. 4% Moslems im Süden, 0,6% Christen und eine kleinere Gruppe (ca. 65.000) indischstämmiger Hindus.

Im ganzen Land verstreut gibt es ca. 18.000 so genannte Wats, buddhistische Tempelanlagen. Diese sind nicht nur religiöse Stätten sondern vielfach auch Zentren des sozialen Lebens. Dies auch speziell im ländlichen Raum.

Für die tiefe Verwurzelung des Landes im Buddhismus kann die hohe Anzahl an Mönchen (160.000) gelten. Der Tradition entsprechend tritt fast jeder männliche Thai einmal in seinem Leben für mehrere Wochen in ein Kloster ein, um Meditation und mönchisches Leben kennen zu lernen.

Ca. 30% der männlichen Jugendlichen zwischen 12 und 20 Jahren leben sogar für einen Zeitraum von 1 bis 6 Jahren in Tempeln, wo sie zur Schule gehen. Neben der Ausbildung in buddhistischer Kultur werden sie auch noch in normalen Schulfächern unterrichtet. Die meisten von ihnen verlassen nach Schulende die Tempel und kehren in ihr weltliches Leben zurück. Obergrenze für diese Art von Tempelleben ist ein Alter von 20 Jahren. Darüber hinaus dürfen nur noch Mönche in den heiligen Bezirken leben.

Die buddhistischen Mönche und Nonnen genießen in der thailändischen Kultur ein hohes Ansehen, wobei auch Laien die Möglichkeit offen steht, immer mal wieder für eine – selbst zu wählende – Dauer in ein Kloster ihrer Wahl einzutreten.

Zwar nicht Staatsreligion, aber stark geschützt, darf der Buddhismus bzw. seine Symbole auch nicht für profanen Handel herabgewürdigt werden. Die Ausfuhr z.B. von Buddhastatuen etc. ist streng untersagt, und auch als Tourist sollte man sich um eine Ausfuhrerlaubnis bemühen. Der Respekt vor der Kultur des Gastlandes sollte dies als selbstverständlich erscheinen lassen.

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